Menorca Tipps: Die 7 schönsten Strände für einen ruhigen Urlaub

by Marc

Die kleine Schwestesterinsel von Mallorca ist ein Traumziel für Ruhesuchende. Warum? Der Massentourismus beschränkt sich auf einige wenige Orte an den Küsten – ansonsten bietet die Insel viel authentisches und vor allem entspanntes Balearenflair. Auf der Agenda für einen typischen Menorca-Urlaub stehen Wandern, die Besichtigung schöner Orte im Inselinneren und das Eintauchen in die Stimmung der beiden größeren Städte Mahón und Ciutadella. Ganz oben auf meiner To-Do-Liste befinden sich aber die traumhaften Strände von Menorca, an denen man nach Herzenslust entspannen kann. Die Insel bietet viele ruhige und einsame Strände in atemberaubenden Buchten. Ich denke, es ist keine Übertreibung zu behaupten: Einige von ihnen gehören zu den schönsten Stränden in Europa. Du merkst es vermutlich schon, mich hat Menorca begeistert.

Ich stelle in diesem Post sieben traumhafte Menorca Strände vor, die mir persönlich besonders gut gefallen haben. Vielleicht kann ich ja auch dich für einen Strandurlaub auf Menorca begeistern.

Menorca Strände: Norden oder Süden?

Der Charakter der Strände auf Menorca unterscheidet sich zwischen der Süd- und der Nordküste der Insel. Im Süden bestimmen kleine, üppig bewachsene Buchten das Bild. Teilweise wirken sie fast wie Karibikstrände! Im Süden liegen auch die meisten größeren Touristenorte wie Cala en Bosc oder Son Bou. Deswegen sind die Strände dort in der Regel gut besucht. Der Norden beeindruckt hingegen durch seine schroffen Felsküsten und ruhige Stränden mit rötlich-gelbem Sand.

Viele Menorca Strände liegen übrigens nicht direkt an der Straße, sondern müssen auf kurzen Wanderungen zu Fuß erreicht werden. Dadurch sind sie oftmals sehr naturbelassen, ohne Häuser oder Straßen in der Nähe. Der Nachteil: Sie sind größtenteils nicht barrierefrei.

#1: Platja de Cavallería

Meine Tipps der schönsten Menorca Strände an der Nordküste. Dort befindet sich recht zentral die Platja de Cavallería. Ein lang gezogener Strand mit wunderbarem feinen, roten Sand. Er ist nur wenige Fußminuten von einem großen Parkplatz entfernt. Das ist eine Seltenheit auf Menorca. Häuser gibt es weit und breit trotzdem keine. Deshalb bietet sich eine traumhafte Kulisse!

Aufgrund ihrer Länge, findet jeder an der Platja de Cavallería ein ruhiges Plätzchen. Der vom Zugang aus gesehen hintere Bereich ist bei FKK-Fans sehr beliebt. Am Parkplatz gibt es übrigens einen kleinen Kiosk, der Snacks, kühle Getränke und frisch gezapftes Bier verkauft. Was will man mehr?

Platja de Cavalleria Menorca
Gelber Sand an der Platja de Cavalleria auf Menorca

Ausflugs-Tipp: Ein paar Kilometer vom Strand entfernt, befindet sich am Ende der Straße das Cabo de Cavalleria, der nördlichste Punkt Menorcas. Am Kap steht ein hübscher Leuchtturm mit Café, es gibt eine begehbare Höhle und außerdem fantastische Ausblicke auf die rauen Felsküsten. Auf jeden Fall einen Abstecher wert.

Faro Cabo de Cavalleria
Wilde Nordküste Menorca

#2: Cala Pilar

Im Nordwesten der Insel liegt mein Lieblingsstrand auf Menorca, die Cala Pilar. Sie ist nur über die ME-1, die Haupstraße, die Menorca einmal längs von Ost nach West durchquert, erreichbar. Von ihr zweigt ein paar Kilometer westlich der Stadt Ferreries eine ausgeschilderte Stichstraße ab, die bis zum Parkplatz für die Cala Pilar führt.

Ab dem Parkplatz geht es noch 45 Minuten zu Fuß weiter. Ein toller Spaziergang: Nach dem Durchqueren einer mediterranen Waldlandschaft erreicht man die Küste oberhalb der Cala Pilar und erhält einen atemberaubenden Blick auf die Bucht. Sie ist umgeben von roten Felsen und komplett naturbelassen. Es sieht fast ein bisschen wie auf dem Mars aus!

Apropos Meer: Die Brandung an der Cala Pilar ist häufig ziemlich rauh. Es gibt keinerlei Infrastruktur, auch keine Rettungsschwimmer. Sei also vorsichtig, wenn du ins Wasser gehen willst. Dann spricht nichts gegen einen tollen Aufenthalt am für mich Schönsten aller Menorca Strände.

Blick auf die Cala Pilar

#3: Cala Galdana

Weiter geht’s an der Südküste. Dort befindet sich der Touristenort Cala Galdana. Das beschauliche Städtchen beherbergt einige größere Hotels und viele Ferienhäuser. Die Bucht ist trotzdem schön, für einen klassischen Badestrand mit allen Annehmlichkeiten sogar SEHR schön. Mit Annehmlichkeiten meine ich Folgendes: Es gibt zahlreiche Bars, einen Verleih von Tret- und Paddelbooten, Duschen, Liegen mit Schirm, viele Parkplätze – das Typische eben. Außerdem ist Cala Galdana einer der wenigen Strände auf der Insel, die barrierefrei erreichbar sind.

Der Strand ist sehr feinsandig und gesäumt von Pinienbäumen. Der Ort selbst ragt dahinter an steilen Hängen empor. Wer auf einen klassischen Urlaubsstrand steht, der macht hier absolut nichts falsch!

Strandliegen in Cala Galdana
Strand in Cala Galdana

#4: Cala Macarella & Macarelletta

Die karibikähnliche Duo Cala Macarella und die benachbarte Macarelleta können ab Cala Caldana erwandert werden, wo es auch Parkplätze gibt. Man folgt am westlichen Ortsrand dem ausgeschilderten „Camí de Cavalls“, einem Fernwanderweg, der die komplette Insel umrundet. Nach 45 Minuten führt eine lange Holztreppe schließlich hinab zu den Buchten.

Die beiden Strände sind üppig bewachsen und punkten mit feinem, gelben Sand. Bei gutem Wetter strahlt das Wasser azurblau. Dieses Glück hatte ich leider nicht, denn ich war an einem grauen Tag vor Ort. In Kombination mit den hellen Felsküsten, von denen die Buchten umgeben sind, ergibt sich aber bei jedem Wetter ein tolles Bild. In der größeren Bucht, der Cala Macarella, gibt es ein Restaurant, das auch Getränke „to go“ verkauft.

#5: Cala en Turqueta

Wer hinter der Macarelleta noch eine halbe Stunde weiterläuft, erreicht die ebenfalls sehr schöne Cala en Turqueta. Vegetation und Strandqualität ähneln den beiden Nachbarstränden, allerdings gibt es keine Gastronomie. Dadurch ist es in der Cala en Turqueta meistens etwas ruhiger als an den anderen Stränden.

Du willst den Fußweg zu den Buchten verkürzen? Es gibt auch eigene Parkplätze für die Cala Macarella und die Cala en Turqueta – diese sind allerdings nur von der Stadt Ciutadella ganz im Westen der Insel erreichbar und bedeuten – je nachdem, von wo du kommst – einen größeren Umweg mit dem Auto.

#6: Platja Es Grau

Die letzten beiden Menorca Strände, die ich dir vorstellen möchte, befinden sich ganz im Osten von Menorca. Dort liegt, ungefähr zehn Kilometer nördlich der Inselhauptstadt Mahón, der kleine Küstenort Es Grau. Mit seinen pittoresk am Hang gelegenen Häuschen ist er ein beliebtes Touristenziel. Außerdem ist der Ort Ausgangspunkt für Touren in das tolle Naturschutzgebiet „Parc natural de s’Albufera des Grau“, das tolle Küstenabschnitte und eine Lagune mit artenreicher Vogelwelt bietet.

Aber zurück zum Thema Strand, darum geht es ja schließlich in diesem Post: Der Ort hat einen eigenen Strand, die Platja Es Grau. Sie zieht sich lang und schmal vom Ort weg durch eine weitläufige Bucht. Vom Ufer bietet sich ein toller Blick auf das Dorf. Weiterer Vorteil: Das Wasser ist extrem seicht, auch für Kinder ist der Strand deswegen optimal geeignet. Aufgrund der Nähe zum Ort und direkten Parkmöglichkeiten kann es hier im Sommer gut gefüllt sein.

Wer es sportlich mag: Es gibt einen Bootsverleih, an dem man Kajak mieten kann, um in benachbarte Buchten zu fahren.

#7: Cala Tamarills

Die Cala Tamarills liegt wenige Kilometer nördlich von Es Grau und ist ganzjährig sehr ruhig und einsam. Um sie zu erreichen, folgst du ab der Platja Es Grau für ungefähr 45 Minuten dem bereits erwähnten „Camí de Cavalls“, der auch hier entlängführt. Oberhalb der schroffen, aber in diesem Bereich üppig bewachsenen Felsküste führt der Weg durch wunderbare Landschaft zur Cala Tamarills. Der Strand ist eher klein, aber dafür wenig besucht. Schön sind auch kleine Abstecher zu Fuß rund um die Bucht – einfach auf eigene Faust erkunden, es lohnt sich.

Sightseeing abseits der Menorca Strände: Mahón & Ciutadella

Wenn du mal eine Abwechslung zu den Menorca Stränden brauchst, dann empfehle ich dir Ausflüge in die beiden größten Städte der Insel: Die Hauptstadt Mahón ganz im Osten und ihr Gegenstück Ciutadella de Menorca ganz im Westen. Beide Städte sind die kulturellen und urbanen Zentren der Insel. Hier kannst du Shoppen, durch die mit alten Gebäuden gespickten Innenstädte streifen oder auf einem der zahlreichen Plätze einen Drink oder ein paar Tapas genießen. Beide Städte sind einen Besuch wert, du kannst dich einfach zu Fuß durch die Innenstädte treiben lassen – mit um die 30.000 Einwohner sind beide Orte nicht allzu groß.

Wenn du dich aus Zeitgründen für einen Ort entscheiden musst: Mir persönlich gefällt Ciutadella etwas besser, vor allem der Hafenbereich mit seinen vielen Restaurants direkt am Ufer ist sehr schön!

Sportboote im Hafen von Ciutadella de Menorca
Blick aif den Yachthafen von Ciutadella de Menorca

Unterwegs auf Menorca

Die Insel ist prädestiniert für die Erkundung mit einem eigenen Mietwagen. Das Schöne ist: Du kannst alle von mir beschriebenen Orte in maximal einer Stunde Fahrzeit erreichen. Egal, von wo du startest. Direkt am Flughafen gibt es einige Autovermietungen, bei denen du deinen Mietwagen direkt nach der Landung abholen und später wieder zurückgeben kannst. Ich buche mir meistens bereits im Vorfeld ein Auto über „Billiger-Mietwagen.de“ und habe damit bisher immer gute Erfahrungen gemacht.

Übernachten auf Menorca: Meine Tipps

Mir haben die Comitas Floramar in Cala Galdana sehr gut gefallen. Ein schönes Vier-Sterne-Hotel, das oberhalb der Bucht liegt mit modernen, sauberen Zimmern und einem guten Frühstücksbuffet. Vom Poolbereich aus bietet sich ein toller Blick über den Ort und den Strand. Zu Fuß sind es bis dorthin allerdings auch nur fünf Minuten. Ich hatte dort eine wirklich gute Zeit.

Wer mehr Lust auf einen ruhigen Finca-Urlaub hat, dem empfehle ich einen Aufenthalt auf dem Bauernhof Agruturismo Turmaden des Capita bei Alaior, im Zentrum der Insel. Ein wunderschöner Hof mit hip eingerichteten Zimmern. Und das Ganze in einer fantastischen, naturnahen Umgebung. Wirklich eine außergewöhnliche Unterkunft, die allerdings auch nicht ganz günstig ist.


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