Europa Städtereisen

10. Dezember 2018 , von

Winter Städtetrip: Elf Reiseblogger geben Tipps für die kalte Jahreszeit

Blick auf Budapest bei Nacht

Städtetrips im Sommer kann jeder! Aber warum nicht auch mal im Winter einen Kurztrip wagen?  Das hat schließlich auch Vorteile: Weniger Touristen, niedrigere Preise und vielleicht auch ein bisschen Winterromantik, zum Beispiel in Form von hübschen Beleuchtungen oder verschneiten Straßen. Wir haben uns gefragt: Welche Ziele lohnen sich eigentlich besonders für einen Winter Städtetrip?

Deswegen haben wir die Experten kontaktiert, nämlich unsere Bloggerkolleginnen und -kollegen. Das Ergebnis unserer kleinen Umfrage bekommst du hier: Insgesamt elf Reiseblogger verraten, welche europäischen Städte auch einen Besuch in der kalten Jahreszeit wert sind und was du dort unternehmen kannst. Lass dich von ihnen inspirieren für deinen eigenen Winter Städtetrip!

Budapest: Bina & Francis von „My Road“

Eines der schönsten Reiseziele im Winter ist Budapest. Auch wenn es in der ungarischen Hauptstadt zu dieser Jahreszeit sehr kalt werden kann, lockt die Metropole mit ihrem ganz besonderen Ambiente.

Budapest ist bekannt für seine vielen historischen Bauwerke: Das prunkvolle Parlament, die Fischerbastei, die vielen Brücken und die imposante Burganlage sind nur einige Beispiele für die wundervolle Architektur der Stadt. Im Winter ist es länger dunkel, sodass du die wunderschöne Beleuchtung dieser Denkmäler besser bewundern kannst. Einen mystischen Hauch bekommt die Atmosphäre oft noch durch den Nebel, der in der Nähe der Donau ein häufiger Wegbegleiter ist. Das ist nicht nur für Fotografen ein Highlight!

Budapester Burg und Matthiaskirche bei NachtNatürlich gibt es in Budapest während der Adventszeit auch Weihnachtsmärkte. Der bekannteste Weihnachtsmarkt findet zentral auf dem Vörösmarty-Platz statt, startet bereits Mitte November und ist noch bis zum Neujahr geöffnet. Hier solltest du neben Glühwein auch die ungarische Spezialität Kürtöskalacs (das sind Baumstriezel, wir empfehlen die Zimt-Variante) probieren.

Das Parlament in BudapestWird es dir bei deinem Streifzug durch Budapest doch zu frisch, kannst du dich in einem der herrlichen Thermalbäder aufwärmen. Ein beliebter Anlaufpunkt ist das Széchenyi-Heilbad, in dem sich wunderbar entspannen lässt. Hier gibt es auch Schwimmbecken im Außenbereich. Zwar kann es beim Wechseln zwischen den Pools etwas kälter werden, jedoch ist die vernebelte Kulisse in diesem Prachtbau etwas ganz Besonderes.

Blick auf Budapest bei NachtNach einem entspannten Bad kannst du auf dem Rückweg an Europa größter Outdoor-Eislaufanlage halten. Der See vor der Vajdahunyad-Burg ist im Winter zugefroren und wird für Eisläufer freigegeben. Es gibt also auch im Winter jede Menge zu entdecken. Weitere Tipps zur ungarischen Hauptstadt findest du in unserem Artikel zu den Sehenswürdigkeiten in Budapest.

Über Bina & Francis

Francis hat ein Semester in Budapest studiert und die Stadt lieben gelernt. Mittlerweile hat es ihn noch weiter in die Welt hinausgezogen. Mit seiner Freundin Bina ist er 2015 auf eine Weltreise aufgebrochen. Seitdem filmen die beiden die Welt mit einer Kamera-Drohne und berichten auf ihrem Reiseblog my-road.de von ihren Abenteuern.

Lissabon: Patrick von „101 Places“

Im Winter vor zwei Jahren hatte ich Lust auf eine Städtereise und stand vor der Frage, in welche europäische Stadt ich im Januar wohl reisen könnte. Ich entschied mich für Lissabon und habe es nicht bereut. Denn die portugiesische Hauptstadt begrüßte mich mit Temperaturen von 10 bis 15 Grad und strahlendem Sonnenschein.

Im Winter nach Lissabon zu reisen, hatte ein paar schöne Nebeneffekte. So war die Stadt weit weniger voll, als sie es im Sommer ist. Deshalb musste ich mich mit anderen Touristen nicht um die besten Plätze bei den Sehenswürdigkeiten drängeln und die Unterkünfte in der Stadt waren deutlich günstiger als in der Hauptsaison. Dass es nicht so heiß war wie im Sommer, half auch dabei, die steilen Straßen zu erklimmen, denn Lissabon ist auf sieben Hügeln gebaut.

Blick auf Lissabon Bei den Erlebnissen musste ich im Winter kaum zurückstecken. Zwar konnte ich nicht an die nahe der Stadt gelegenen Strände gehen und mich in der Sonne aalen, aber abgesehen davon, machte ich genau jene Dinge, die ich auch im Sommer getan hätte. Ich besuchte mehrere der schönen Aussichtspunkte, von denen aus man die Sonnenuntergänge über dem Fluss Tejo sehen kann. An anderen Standorten kann man auch Sonnenaufgänge beobachten.

Außerdem fuhr ich zum Torre de Belém, der in einem kurzfristig aufgezogenen Nebel lag und einen mystischen Eindruck auf mich machte. Auf dem Rückweg hielt ich in der LX Factory – einem ehemaligen Fabrikgelände, auf dem sich heute ein Hipster-Laden an den nächsten reiht. Auch den Cemitério dos Prazeres – ein auf einem Hügel gelegener außergewöhnlicher Friedhof – fand ich beeindruckend.

Derb Torre de Belem in LissabonWenn es mir dann doch mal zu frisch wurde – immerhin war es ja Winter – zog ich mich in eines der unzähligen gemütlichen Cafés zurück. Eine Tasse Espresso und ein Pastel de Nata hat mich an jedem Tag glückselig gemacht.

Über Patrick

Als Patrick im Sommer 2012 zu seiner Weltreise aufgebrochen ist, hat er auch seinen Blog 101 Places gestartet. Schnell entwickelte sich die Seite zu einem der meistgelesenen Reiseblogs im deutschsprachigen Raum. Nachdem er drei Jahre lang als digitaler Nomade durch die Welt gezogen ist, lebt Patrick seit 2015 wieder in seiner Heimat Leipzig. Neben seinem Reiseblog betreibt er auch noch einen Blog für introvertierte Menschen und ist Autor mehrerer Bücher und E-Books.

Tel Aviv: Sonja von „Fernwehkonfetti“

Tel Aviv, die hippe und coole Stadt am Mittelmeer mit über 300 Sonnenstunden im Jahr, ist das ideale Ziel, wenn dir im Winter nach einer kulinarischen Reise durch den Nahen Osten ist.

Die Stadt bietet kaum namhafte Sehenswürdigkeiten, daher kannst du dich wunderbar treiben lassen und das entspannte Flair der Stadt aufsaugen. Es gibt zwar einige Must-Sees, aber für mich machen die vielen Gastronomieeinrichtungen, die kleinen Gassen in der Altstadt, die bunten Gebäude mit Street Art und die tolle Lage am Meer die besondere Atmosphäre von Tel Aviv aus.

Mein absolutes Highlight war die zweistündige Food-Tour über den Carmel-Market. Du bekommst dort allerlei zum Naschen, daher die Tour besser mit leerem Magen starten. Auf unserer Verkostungstour haben wir aber nicht nur spezielle Delikatessen probiert, sondern auch viele Informationen und Geschichten über Land und Leute erfahren. Mehr erfährst du hier.

Tel Aviv Carmel Market Tipps für Eat and Drink in Tel Aviv:

  • Imbiss Sabih Frishmann, Frishmann St. 42– an der kleinen Imbissbude bekommst du den besten Sabich der Stadt. Sabich ist eine Pita gefüllt mit Hummus, gebratenen Auberginen und hartgekochten Eiern.
  • Café Tony and Esthe,  Levinsky 39 – tolles Café mit netter Innenhof-Atmosphäre. Unbedingt den israelischen Frühstücks-Klassiker Shakshuka probieren.
  • Beer-Shop, Yehuda ha-Levi St 21 – riesige Auswahl an Zapfbieren und Cider aus Israel und der Welt. Tolles Team, super Empfehlungen.

Tel Aviv Beach
Tel Aviv ist ein lohnendes Ziel für einen Winter Städtetrip, besonders wenn du dem Schmuddelwetter und frostigen Temperaturen in Deutschland entfliehen möchtest. Das frühlingshafte und milde Klima ist ideal für eine kleine Auszeit. Die Touristenströme sind im Winter gering, Flüge und Unterkünfte sind preiswert. Günstige Direktflüge gibt es zum Beispiel ab Eindhoven (NL) mit Transavia.

Über Sonja 

Sonja liebt es, unterwegs zu sein und die Welt zu entdecken. Mehr über sie und ihre Abenteuer erfährst du auf ihren Reiseblog Fernwehkonfetti.



Wien: Esther von „Esthers Travel Guide“

Eine meiner besten Entscheidungen dieses Jahr war meine Reise nach Wien Anfang Februar. Die Stadt ist nicht nur – selbst im Februar – wunderschön beleuchtet, sondern verbreitet auch eine ganz besondere winterliche Stimmung. Von November bis März hat zum Beispiel der “Wiener Eistraum” geöffnet, eine riesige Eislaufbahn direkt am historischen Rathaus. Die Eisfläche ist 8.000 Quadratmeter groß und der „Eispfad“, der betreten werden kann und der durch den Rathauspart führt, ist 600 Meter lang. Überall gibt es heiße Melange und Sachertorte, um sich wieder aufzuwärmen. Und selbst in den berühmten Pferdekutschen kann einem, dick in Decken gehüllt, nicht zu kalt werden.

Das Wiener Rathaus bei abendlicher Beleuchtung
Nützliche Tipps für deine Reise nach Wien:
Am Flughafen angekommen nimmst du am besten den CAT Express, der vom Flughafen nach Wien-Mitte und umgekehrt im 30-Minuten-Takt fährt (Hin- und Rückfahrt 21€). In Wien kann man sich sehr gut zu Fuß bewegen, einzig und alleine die berühmten Wiener Schlösser liegen etwas außerhalb der Innenstadt. Ganz vorne zu nennen sind dabei die beiden Schlösser Schönbrunn und Belvedere. Während das Schloss Belvedere eher ein Kunstmuseum mit anliegenden Gärten ist, kann man im Schloss Schönbrunn vor allem die originale Einrichtung der Kaiserzeit bewundern. Hier solltest du auch die Orangerien und den Tiergarten nicht außer Acht lassen.

Eine Pferdekutsche in WienMeine Highlights in Wien (und was sie kosten):

  • der Prunksaal der Wiener Nationalbibliothek (8€)
  • das Kunsthistorische Museum und die “Neue Burg” (15€)
  • das Schloss Belvedere (22€ für Oberes und Unteres Belvedere)
  • der Stephansdom (5,50€)
  • das Schloss Schönbrunn (17,50€ für die Grand Tour)
  • die Spanische Hofreitschule (15€)
  • die Hofburg inklusive des Sissi-Museums, der Kaiserappartements und der Silberkammer (13,90€)

Über Esther

Esther hat schon wirklich viel von der Welt gesehen: Auf ihrem Blog Esthers Travel Guide findest Du nützliche Tipps für über 70 Länder. Dich interessieren besonders exotische Orte wie Georgien, Libanon, Äthiopien, Laos oder der Iran? Dann schau unbedingt mal bei ihr vorbei und lass dich inspirieren.

Dublin: Vanessa von „Vany Visits“

Europa im Winter kann auch einen gewissen Charme haben. Deswegen habe ich mich dieses Jahr dazu entschieden, für zehn Tage nach Irland zu fliegen – und das im Februar. Ich verreise total gerne in der Nebensaison, da die Städte und vor allem die Sehenswürdigkeiten nicht so überfüllt sind. Gerade Irland bietet sich meiner Meinung nach wunderbar dafür an, im Winter erkundet zu werden: das Naturschauspiel an den Cliffs of Moher war atemberaubend und nach einem langen Tag in der kalten Natur wärmt man sich am besten in einem der authentischen Pubs wieder auf. Funktioniert auch mit einem kalten Guiness :-)!

Vanessa Rappa in Dublin

Dublin hat einen ganz besonderen Charme. Es gibt viele interessante Museen über die berühmten Schriftsteller der Stadt. Bram Stoker und Oscar Wilde gingen nämlich in Dublin aufs Trinity College. Die Bibliothek am Trinity College sieht aus, als wäre sie aus einem Harry-Potter-Film entsprungen. Ein anderes Highlight war für mich das EPIC Museum. Dort geht es um die Auswanderung der Iren in viele Teile der Welt. Ich fand es faszinierend, wie viele prominente Menschen scheinbar irische Wurzeln haben, von denen man es nicht gedacht hätte: so zum Beispiel Rihanna, Barack Obama oder auch John F. Kennedy.

Nach einem solchen Kulturtag lässt man den Tag am besten in einem Pub ausklingen: mit Burger und Bier und richtig guter Live Musik. Dublin im Winter kann ich also jedem ans Herz legen, der die Stadt so authentisch wie möglich kennenlernen will. Viel Spaß! Mehr Infos zu meinem Winter Städtetrip nach Dublin findest du auf meinem Blog.

Über Vany

Auf ihrem Blog Vany Visits schreibt sie über Reisen und Persönlichkeitsentwicklung. Auf Reisen lernen wir so viel über ein anderes Land, andere Menschen, aber vor allem über uns selbst. Deswegen findet Vany, dass Reisen das eigene Leben wieder in Perspektive rückt und es ist für sie nicht mehr wegzudenken. Mehr von unterwegs – oder auch einfach viel zum Thema „Träume verwirklichen“ – findest du auf ihrem Blog! Viel Spaß beim Durchstöbern.

Annecy: Ildi & Balint von „Travelsicht“

Ein entspanntes Wochenende im Venedig der Alpen? Es klingt gut, nicht wahr? Wir laden dich zu einer Stadtbesichtigung im winterlichen Annecy ein. Die französische Stadt liegt zwischen den Bergen südlich von Genf. Sie ist leicht erreichbar und eignet sich deswegen auch für einen Wochenendtrip. Du kannst einfach mit einer Low Cost Airline nach Genf fliegen und von dort aus kommst du mit dem Mietwagen in einer Stunde in Annecy an.

In der Innenstadt von Annecy in Südfrankreich
Die Altstadt La Vieille Ville lockt dich mit ihrer mittelalterlichen Stimmung für einen romantischen Stadtbummel. Am Abend spiegeln sich bunte Weihnachtslichter im Wasser des Flusses Thiou. In den engen Gassen reihen sich Restaurants, in denen du warmes Käsefondue mit duftendem Weißwein genießen kannst. Am Fluss flanierst du gemütlich am Palais de l’Isle (einem alten Gefängnis) vorbei bis zum Park Jardins de l’Europe, der am Ufer des Sees Lac d’Annecy liegt.

In der Innenstadt von Annecy in SüdfrankreichVon der Pont des Amours, der „Brücke der Verliebten“,  hast du einen malerischen Blick auf die Stadt und den See. Im Hintergrund erstrecken sich die schneebedeckten Berge. Im Dezember gibt es einen kleinen Weihnachtsmarkt, dort kannst du dir lokale und französische Produkte als Weihnachtsgeschenk anschaffen.

Annecy ist nicht nur am Abend mit den vielen Lichten malerisch. Die Stadt hat auch am Tag einen Charme. Die bonbonfarbigen Häuser am Flussufer entlang geben dem Ort ein Flair wie in Colmar oder Venedig.

Annecy im Winter zu besuchen ist ideal, weil dann Nebensaison in der Stadt ist. Du kannst mit wenigen Touristen und günstigeren Unterkunftspreisen rechnen.
Haben wir dich überzeugt? Dann ab nach Annecy, den vollständigen Artikel über unseren Winter Städtetrip in diese tolle Stadt findest du auf unserem Blog.

Über Ildi & Balint

Ildi, Balint und ihre Tochter Jasmin sind leidenschaftliche Flashpacker und die Betreiber vom Reiseblog TravelSicht. Die drei sind eine reiselustige Familie, die gerne die Welt auf eigene Faust mit wenig Gepäck entdeckt. Dabei mögen sie es, ihre Reisen gemütlich zu gestalten.

Tallinn: Silja von „Fernwehge“

Eine Stadt, die ich aktuell nie müde werde zu empfehlen, ist Tallinn. Die Altstadt Tallinns ist vollkommen zurecht UNESCO Weltkulturerbe. Ein Großteil der Stadtmauer mit ihren Türmen ist erhalten, die bunten alten Häuser stammen teilweise aus dem 15. Jhd. und die Aussicht von der Oberstadt auf Tallinn und die Ostsee ist einfach traumhaft.

Wenn der alte Stadtkern und die Türme im Winter mit Schnee bedeckt sind und alles mit Lichtern geschmückt ist, sieht man gerne mal über die winterlichen Temperaturen hinweg. Und sollte man sich doch mal aufwärmen wollen, kann man das super im Café Rukis nahe des Rathauses tun. Die Kuchen sind einfach der Wahnsinn. Aber auch die herzhaften Gerichte sind superlecker.

Neben all der Geschichte, ist die Stadt aber auch sehr modern. Estland gilt in puncto Digitalisierung schließlich nicht umsonst als Vorreiter. Großartige Architektur liegt nur einen Katzensprung von der Altstadt entfernt. Im Stadtteil Telliskivi findet man das “junge Tallinn” mit coolen Cafés, Restaurants und Geschäften. Die Mischung aus historisch und modern macht für mich die Stadt so interessant.

Außerdem liegt Tallinn direkt an der Ostsee. Helsinki ist von hier auch nicht mehr weit. Wer genug Zeit hat, kann sogar noch mit der Fähre einen kleinen Abstecher nach Finnland machen. Oder aber ins estnische Umland. Zum Beispiel in den Lahemaa Nationalpark, der mit Herrenhäusern und dem Viru Hochmoor auftrumpft. Wer trotzdem noch den letzten Push in die richtige Richtung braucht, dem hilft vielleicht noch dieses Argument: Da Tallinn noch nicht zu den klassischen Reisezielen bei Städtetrips gehört, dürfte die Stadt im Winter auch relativ leer sein.

Über Silja

Anfangs wollte Silja sich einfach nur die Sehnsucht nach Island von der Seele schreiben. Mittlerweile ist aus Fernwehge ein Reiseblog geworden, auf dem sie über ihre Reisen in Nord- und Westeuropa schreibt, über ihre Heimat Aachen und dann und wann auch mal über nordische Literatur oder Rezepte.

Istanbul: Stefan von „Schwerti On Tour“

Ich empfehle für einen Kurztrip im Winter Istanbul, am Rande Europas. Ab Köln dauert der Direktflug nur etwa drei Stunden und kostet um die 150 EUR bei einer türkischen Fluggesellschaft. Von anderen deutschen Flughäfen gibt es ähnliche Angebote. Im Winter steigt das Thermometer selten auf mehr als 10 Grad, es ist öfters regnerisch und windig. Man könnte das Wetter in Istanbul zu dieser Jahreszeit wohl unbeständig nennen. Warme Kleidung sollte auf jeden Fall im Gepäck sein.

Die Vorteile, Istanbul im Winter zu besuchen, liegen somit auf der Hand: Es sind wesentlich weniger Touristen in der Stadt, man muss also nicht ewig lange in der Warteschlange stehen. Außerdem sind die ohnehin schon guten Preise für Unterkünfte nochmals reduziert. Und wenn man etwas von Fotografie versteht, kann der oft bewölkte Himmel bestimmt gut in Szene gesetzt werden – vor allem in Verbindung mit den antiken Gebäuden Istanbuls!

Die Blaue Moschee in IstanbulDenn diese sind meiner Meinung nach der Hauptgrund für eine Reise nach Istanbul. Vor fast 2700 Jahren gegründet, hat die heutige Metropole eine extrem reichhaltige und interessante Geschichte vorzuweisen. Die Zeugen dieser Zeit sollte man sich unbedingt anschauen! Da wären die Obelisken an der Stelle des ehemaligen Hippodroms, die wunderschöne Blaue Moschee von 1609 oder die großartige Hagia Sophia aus dem 6. Jahrhundert. Durch den Großen Basar kann man sich einfach treiben lassen und in Ruhe die Geschäfte und Stände durchstöbern, besonders wenn es draußen gerade regnen sollte. Für einen tollen Überblick über die Stadt empfehle ich den Galata Turm zu besteigen. Weitere Tipps für Istanbul verrate ich Dir bei einem „Spaziergang durch die Geschichte Istanbuls“ auf meinem Blog.

Blick auf den Galata Tower in IstanbulÜber Stefan

Eigentlich nennen Stefan alle Leute Schwerti und deswegen heißt sein Blog auch Schwerti On Tour. Dort berichtet er von seiner großen Leidenschaft, dem Reisen, insbesondere von seinen Trekking-Touren und Roadtrips. Weil Schwerti grundsätzlich all seine Trips auf eigene Faust organisiert und immer ehrlich seine Meinung kundtut, gibt es bei ihm viele gute und vor allem authentische Berichte über seine Destinationen, zum Beispiel Neuseeland, Australien oder Kanada.

Rom: Tanja von „Spaness“

Rom stand schon lange auf unserem Reiseplan, doch da wir als Familie auf die Ferien als Reisezeit angewiesen sind, haben wir doch immer sehr mit der „ewigen Stadt gehadert“. Denn Rom gehört definitiv zu den bekanntesten Städten auf der Welt und damit nun einmal auch zu den Top-Reiszielen der Welt. Da wir die Stadt aber unbedingt gemeinsam sehen wollten, haben wir uns dann kurzerhand für eine Reise im Januar entschieden. Eine gute Entscheidung!

Zugegeben in Rom sind immer Touristen unterwegs, doch im Januar ist das für eine Stadt wie diese dann doch recht überschaubar. Das hat nicht nur Einfluss auf die Menschenmassen die sich durch eine so historische und sehenswerte Stadt schieben, sondern auch auf Hotelpreise und Auslastung toller Herbergen in angesagten Vierteln der Stadt. Mit Kindern hat man natürlich auch keine Lust, lange in der Schlange, vor einer Sehenswürdigkeit, anzustehen. Eine Reise im Januar schont somit nicht nur die Geldbörse sondern auch die Nerven.

Ein Teil des Colosseums in RomInsgesamt hat uns Rom im Januar – als Familie – sehr gut gefallen. Wir haben uns für die Stadt 4 volle Tage Zeit genommen. Und so ganz nebenbei kletterte das Thermometer an einem Tag sogar auf 18° bei strahlendem Sonnenschein. Mehr über unserem Winter Städtetrip nach Rom gibt es auf unserem Blog!

Über Tanja

Wie der Name schon vermuten lässt, geht es auf Tanjas Blog Spaness viel um das Thema Wellness und die dazugehörigen Spa-Hotels. Aber auch um das individuelle Reisen, mal mit und mal ohne ihre Familie. Tanja selbst hat dafür ein Motto: „Well Being & Slow Travel“.

Basel: Marion von „Escape From Reality“

Es ist Anfang Dezember, als ich einen Städtetrip nach Basel mache. Und obwohl die Schweizer Metropole wolkenverhangen ist und sich ein ungemütlicher Nieselregen hartnäckig hält, lohnt sich ein Besuch im winterlichen Basel. Denn die Stadt am Rhein ist nicht nur für Sehenswürdigkeiten wie das Basler Münster und die zauberhafte Altstadt mit dem berühmten Spalentor bekannt. Das Angebot an Kunst und Kultur ist außergewöhnlich groß und braucht sich im internationalen Vergleich nicht zu verstecken. Nicht umsonst gilt Basel als Kulturhauptstadt der Schweiz. Gerade im Winter sollte ein Museumsbesuch also zum Programm gehören.

Das Baseler Münster und der RheinDer Rhein zieht sich als Lebensader und Naherholungsgebiet zugleich durch Basel, teilt die Stadt in Groß- und Kleinbasel. Hoch über dem Rhein und der Altstadt thront das Basler Münster, das mit seinen beiden Türmen aus rotem Sandstein und den bunten Ziegeln eines der Wahrzeichen der Stadt ist. Meinen Lieblingsplatz finde ich direkt dahinter: Der beliebten Aussichtspunkt Basler Pfalz bietet einen traumhaften Blick auf den Rhein mit seinen Brücken und auf die Skyline von Kleinbasel mit dem Roche-Turm, der derzeit das höchste Hochhaus der Schweiz ist. Wenn das Wetter mitspielt, hat man sogar Fernblick bis zum Dreiländereck.

Blick auf den Rhein in BaselWenn Du Deinen winterlichen Städtetrip in die Adventszeit legst, kannst Du Basel im weihnachtlichen Glanz erleben. Denn kannst Du Sightseeing und die stimmungsvolle Atmosphäre der Basler Weihnacht miteinander verbinden. Der Lichterglanz der Weihnachtsbeleuchtung verzaubert die Straßen von Basel, dabei hat jedes Stadtviertel seine eigenen Traditionen, was die weihnachtlichen Lichter angeht. Natürlich darf ein Besuch der beliebten Weihnachtsmärkte am Barfüsserplatz und am Münsterplatz nicht fehlen.

Der Wiehnachtsmarkt auf dem Barfüsserplatz in Basel

Mehr über meinen Winter Städtetrip nach Basel im Winter liest Du hier.

Über Marion

Auf ihrem Reiseblog Escape from Reality möchte Marion ihre Leser inspirieren, aus dem Alltag auszubrechen: Von Reisen in ferne Länder bis zu kleinen Auszeiten und Ausflügen vor der Haustür.

Krakau: Ria von „Ria On Tour“

Ich bin ja ein Fan von Städtereisen in der Nebensaison. Von Herbst bis Frühjahr sind die meisten Städte in Europa nicht so von Touristen überlaufen, man kann sich noch relativ frei in der Stadt bewegen und muss nicht stundenlang bei Sehenswürdigkeiten anstehen. Als Nachteil bei Städtetrips wird in erster Linie das Wetter angesehen. Kann ich verstehen, aber dagegen hilft warme Kleidung und Bewegung.

Genauso habe ich es auch bei meinem verlängerten Wochenende Anfang März in Krakau gemacht. Die zweitgrößte Stadt Polens ist bei Touristen nicht gerade unbeliebt. Daher habe ich es genossen, durch die fast menschenleeren Straßen der Altstadt zu schlendern, den weltbekannten Marktplatz aus jeder Perspektive zu fotografieren, ohne das Menschen im Weg standen, und habe einen winterlichen Spaziergang entlang der Weichsel gemacht. All das bei strahlend blauem Himmel. Mehr geht fast nicht.

Blick auf die Marienkirche in KrakauIch liebe es zwar, eine Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Aber die ein oder andere Führung kann dennoch nicht schaden. So zählen die Touren durch das Salzbergwerk Wieliczka und durch die Altstadt (eine Free Walking Tour) zu meinen Highlights. Nicht nur, weil ich viel Interessantes gelernt habe, was so nicht im Reiseführer steht, sondern auch, weil die Gruppen mit fünf bzw. sechs Personen wunderbar klein waren. So habe ich alles mitbekommen, was der Guide erzählt hat, und konnte auch viele Fragen stellen. All dies wäre bei Touren im Sommer nicht möglich gewesen. Da sind die Gruppen gerne mal um die 30 oder sogar mehr Leute groß.

Die Burg Wawel in Krakau im WinterEinen ausführlichen Artikel über Krakau gibt’s auf meinem eigenen Blog Ria On Tour.

Über Ria

Ria bezeichnet sich selbst als „Reiseholic aus Hamburg“! Ihr Fernweh führt sie regelmäßig in tolle Städte, fremde Länder und zu großartigen Landschaften. Am liebsten reist sie individuell mit dem Rucksack oder macht einen Roadtrip durchs Land. Auch wenn sie häufig unterwegs ist und sich in der Welt zu Hause fühlt, kommt Ria trotzdem immer wieder zu ihrer Perle zurück. Denn: Home is where your heart is!

 

Und, bist du fündig geworden? Oder hast du selber noch andere Ideen für einen Winter Städtetrip? Dann lass uns gerne einen Kommentar da, wir freuen uns über Feedback.

Wir hätten übrigens auch noch einen eigenen Vorschlag für einen Kurztrip in den Wintermonaten: Nils war im Februar 2018 in Danzig und hat seine Erlebnisse in einem eigenen Blogpost zusammengetragen!

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3 Comments

  • Reply Tamara 12. Dezember 2018 at 9:34

    Inspirierende Sammlung an Winterreisezielen! Tel Aviv und Krakau stehen ganz oben auf meiner Liste. Meine liebste Stadt während der Weihnachtszeit ist übrigens Salzburg.
    LG,
    Tamara von https://photoventure.net/

    • Reply Marc 12. Dezember 2018 at 10:15

      Hi Tamara,
      danke dir für das Feedback. Salzburg stelle ich mir auch romantisch vor im Winter. Ich war bisher nur einmal dort – als kleiner Junge. Von daher ist die Erinnerung schon etwas verblasst ;).
      LG, Marc

  • Reply Berlinerin in Frankreich 7. Februar 2019 at 18:25

    Schöne Zusammenstellung! Ich habe bisher Städtetrips nur um Sommer unternommen. Aber eigentlich ist das nicht sehr schlau, weil es oft zu warm ist und die Sehenswürdigkeiten völlig überfüllt sind.

    Viele Grüße aus Paris
    Feli

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