Dänemark Städtereisen

3. Juli 2019 , von

Kurztrip nach Kopenhagen: Sechs Tipps für die Hauptstadt von Dänemark

Superkilen Park, Kopenhagen

Ich liebe Städtetrips in europäische Metropolen. Aber auch in Städte, die nicht sofort jeder auf dem Schirm hat, wie zum Beispiel Danzig. Kopenhagen stand schon lange ganz weit oben auf der Wunschliste. Viele meiner Freunde sind immer wieder ins Schwärmen geraten, als sie von ihrem Trip in die dänische Hauptstadt erzählt haben. Jetzt wo ich selbst dort war, kann ich nur sagen: Absolut zurecht! Die gute Laune beginnt schon mit dem wunderschönen Anflug über die Schweden und Dänemark verbindende Öresundbrücke und bleibt durch leckeres Essen und entspannte Menschen über den gesamten Aufenthalt bestehen. Meine sechs Empfehlungen für einen Trip nach Kopenhagen findest du in diesem Blogpost.

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#1 Superkilen – Der Instagram-Park

Wenn du bei Instagram nach „Kopenhagen“ suchst, findest du andere Bilder, als die in deinem Reiseführer. Einen Park mit geschwungenen weißen Linien und Hügeln, roten Zacken oder bunten Spielplätzen. Das ist Superkilen. Im etwas nördlich von der Innenstadt gelegenen Stadtteil Nørrebro befindet sich dieser Landschaftsarchitekturpark.

Superkilen, Kopenhagen

Der Park wurde 2012 eröffnet und soll die Diversität des Viertels abbilden. Du findest hier marokkanische Brunnen, amerikanische Picknick-Tische und russische Pavillons. Möglichst viele Menschen aus möglichst vielen Nationen sollen sich in diesem Stadtviertel zu Hause fühlen. Das klappt. Und es bringt zusätzlich fotobegeisterte Menschen vorbei, um die ungewohnten Formen im Bild festzuhalten.

Superkilen, Kopenhagen

#2 Nyhavn – bunte Häuser am Wasser

Der Nyhavn ist, wie der Name es schon andeutet, ein Hafen im Zentrum von Kopenhagen. An einem kurzen Kanal entlang, reihen sich bunte Häuser an beiden Seiten des Kanals. Zusammen mit den vielen kleinen Fischerbooten im Wasser ergeben sie ein wunderbares Bild. Ein Besuch zählt zu den Klassikern in Kopenhagen und empfiehlt sich entweder für einen kurzen Spaziergang oder für ein entspanntes Mittagessen. Doch Achtung: Kopenhagen ist teuer und hier ist es am teuersten. Die Preise sind krass! Wenn du genug  Zeit hast, geh ruhig zweimal hin. Bei Dunkelheit, wenn sich die Lichter im Kanal spiegeln, ist der Nyhavn nämlich besonders ansehnlich.

Nyhavn, Kopenhagen

#3 Streetfood-Markt „Reffen“

Wenn du eine Reise nach Kopenhagen planst, sollte „Essen“ ein wichtiger Programmpunkt dabei sein. Du wirst kein Problem haben, ein gutes Abendessen in der Stadt zu finden. Für einen kleinen Snack zwischendurch empfehle ich einen kurzen Bootstrip zum Food-Markt „Reffen„.

Hähnchen Pancake, Kopenhagen
Hähnchen in einen Pancake gerollt! Yummy!

Die Fähre „Harbour Bus“ fährt ca. alle 3o Minuten zwischen wichtigen Punkten wie der Oper und der Meerjungfrau hin und her und hält eben auch in der Nähe des Food-Marktes an der Station „Holmen Nord“. Nach einem kurzen Spaziergang, wühlst du dich schon durch die vielen verschiedenen Stände und suchst dir entweder dänisches Smørrebrød oder doch Leckereien von den Philippinen, aus Hawaii oder aus Jamaika aus.

Food Market Reffen, Kopenhagen
Schiffscontainer übereinander gestapelt und bunte Bänke und Deko dazwischen – fertig ist der Food Market.

#4 Tivoli – Spektakel mitten in der City

Neben Wien ist Kopenhagen die größte Stadt in Europa mit einem Freizeitpark mitten in der Innenstadt! Der Tivoli bringt all das mit sich, was wir erwarten: Fahrgeschäfte, bunte Lichter, Themenwelten, verrücktes Essen. Und das halt mitten in Kopenhagen.

Tivoli am Tag
Im Tivoli gibt’s auch noch einen großen See mit vielen Enten und Gänsen. Das ist schon alles sehr schön gemacht!

Der Eintritt ist nicht gerade billig. Du musst hier mit Preisen ab ca. 20€ rechnen. Und die Fahrten kosten nochmal extra dazu. Aber es lohnt sich! Mein Tipp: Geh abends in den Park. Die Beleuchtung ist absolut spektakulär! So viel Detailverliebtheit sieht man nicht in jedem Freizeitpark.

Tivoli in der Nacht
Nachts erwacht alles in einem neuen Licht, wie z.B. dieser indische Tempel

#5 Christiania – Parallelwelt mit eigenen Regeln

Christiania zu besuchen, ist als ob man eine eigene Welt betritt und diese Welt hat erstmal nichts mit Kopenhagen gemeinsam. Auf dem ehemaligen Militärgelände im Zentrum von Kopenhagen wohnen Aussteiger, Hippies und Freidenker und haben sich ihren eigenen kleinen Staat mitten in der Stadt aufgebaut. In den 70er Jahren wurde das Gebiet vom Militär verlassen, dann langsam besiedelt und ist seitdem als autonome Stadt geduldet.

Christiania Häuser
Christiania ist vor allem bunt und voller Kunst. So sehen viele der Häuser hier aus.

Ich bin von Norden nach Christiania gelaufen. Der Nordteil des Viertels besteht aus relativ viel Wald und einzelnen Holzhütten. Schon hier wirst du merken, dass Christiania eine ganz eigene Welt ist. Alles ist selbstgebaut, auf jede Form von Luxus wird verzichtet. Weiter im Süden folgt dann die wirkliche Stadt Christiania. Aus alten Lagerhallen und Kasernen haben sich die Menschen ihr kleines Dorf gebaut. Mit einem Baumarkt, mit Klamottenläden, Kiosken und einem Gemeindezentrum. Die Menschen hier sind komplett offen und heißen jeden friedlich willkommen. Es wird getrunken, Musik gemacht und zusammen – sagen wir mal – geraucht. Wenn du diesen Freistaat nach Süden hinaus wieder verlässt und ins „normale“ Kopenhagen zurückkommst, wirst du dich fragen, welchen absurden aber auch spannenden Traum du gerade erlebt hast.

Platz Christiania
Auf diesem zentralen Platz gibt es eine Bühne, auf der immer wechselnd Künstler auftreten. Davor wird getrunken und gefeiert.

#6 Fahrrad & eScooter-Fahren – perfekt durchgeplant

„Fahrrad fahren“ klingt erstmal wenig spektkaulär, aber in Kopenhagen ist das Teil der Kultur. Das ganze Verkehrssystem der Stadt ist entsprechend ausgerichtet. Du wirst überall breite Fahrradwege finden, für die zuvor Autospuren weichen mussten. Du findest an Ampeln kleine Stützen, auf die du dein Bein während einer Rotphase abstellen kannst und du findest diverse Leihfarrad- und eScooter-Angebote.

Biking, Kopenhagen
Auf dieser Brücke direkt am Nyhavn gibt es zwei Spuren für Radfahrer und zwei für Fußgänger. Autos dürfen hier nicht fahren.

Die Kopenhagener selbst leben das komplett aus. Entsprechend voll sind die Fahrradwege auch. Wenn du also Kopenhagen wirklich erleben möchtest, so wie die Menschen es vor Ort erleben, dann schnapp dir ein Fahrrad und fahre damit durch die ganze Stadt. Ich habe es problemlos geschafft, nicht ein einziges motorisiertes Fahrzeug zu nutzen während drei Tagen in Kopenhagen.

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1 Comment

  • Reply Isabella 8. August 2019 at 19:59

    Hallo ihr beiden,

    danke für den tollen Reisebericht. Hab mir auch Dänemark geplant!

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